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Reisetagebuch la-donna-piani/schluuse

Heute Morgen wurden wir um 7:22 Uhr von Yannis geweckt. Ein Wecker wurde mit Absicht nicht gestellt, denn eilig hatten wir es heute nicht. Zuerst kam der Kurze noch zu uns in Bett. Im Anschluss zogen wir uns um und liefen zum Frühstücksraum. Hier gab es das eher dürftige Angebot, wie wir es aus unserem Westküstenurlaub kannten. Wir brauchten aber nur Toast und den Toaster. Aufstrich hatten wir ja selber bei. Somit war es ein leckeres Frühstück. Yannis bekam als Nachtisch noch ne Banane. Gestärkt konnten nun die paar Sachen wieder eingepacken, die gestern aus den Koffern geholt wurden. Das war dementsprechend schnell erledigt.

 

Um 10:10 Uhr verließen wir das Hotel. Es hat uns gut gefallen; wir würden wieder kommen. Von Tampa ging die Fahrt nach Orlando. Für den heutigen Tag stand erstmal Shopping auf dem Programm. Das Navi zeigte 55 Minuten Autofahrt an. Yannis bekam seine Air Berlin-Spielzeugkiste in die Hand gedrückt und war damit gut ne halbe Stunde beschäftigt. Den Rest der Zeit alberte ich mit ihm rum. Er machte schon einen recht müden Eindruck, so dass wir angenommen haben, dass er dort dann heute bestimmt seinen Mitagsschlaf machen wird. Wir fuhren auf das Outletgelände und suchten einen Parkplatz. Heute ist hier Thanksgiving; einer Feiertag. Das merkte man sofort, denn es war bereits zuvor auf den Straßen und auch hier auf dem Parkplatz mega voll. Es dauerte etwas bis wir eine freie Lücke fanden. Aus dem Kofferraum wurde der Buggy geholt, Yannis sein Rucksack dort verstaut und nun watschelten wir auch schon los.

 

Marko steurte zuerst die Toilette an. Währendessen besuchten ich und der Dicke schon den ersten Laden. Gefunden habe ich dort allerdings nix. Wir bummelten ein Geschäft nach dem anderen ab. Nach circa 45 Minuten hatte der Papa dann Hunger. Die Futterabteilung lag gerade auf dem Weg, so dass das ganz gut passte. Für Yannis wollte ich heute nicht schon wieder Fast Food. Joa, das gestaltete sich aber gar nicht so einfach. Vor einem japanischen Stand drehte ne Verkäuferin Gratisproben von einem eingelegten Hähnchenfleisch an. Ich nahm mir eine und ließ den Kurzen probieren. Das fand er anscheinend lecker, denn er verschlang es sofort. Daher kauften wir ihm dies zusammen mit Reis und Gemüse. Gegessen hat er dann allerdings nicht wirklich viel. Alles Andere um sich herum war viel spannender. Also musste ich den Rest aufessen. Klasse, dabei wollte ich eigentlich was ganz anderes mümmeln. Marko holte sich dann nen Hot Dog, einen Cheesburger und eine Sprite. Im Anschluss führten wir unsere Tour fort. Wir hofften, dass Yannis nun ein wenig schlafen wird. Doch auch heute war da nix zu machen. Im Buggy einschlafen, wenn um ihn herum auch noch so viel Trubel ist, funktioniert einfach nicht; in seinem Bett schläft er sofort. Somit war der Tag natürlich ganz schön anstrengend für uns. Das schlaucht schon, wenn man es sonst gewohnt ist, 2 bis 3 Stunden Ruhe zu haben. Irgendwann hatten wir dann auch alles gesehen. Große Ausbeute machten wir heute leider nicht. Yannis bekam ein paar Klamotten und ich kaufte mir ne Jogginghose und ne neue Wimpernspirale. Marko hat sich, sobald ich mich jetzt erinnere, gar nix gekauft. Bevor wir unser Hotel ansteuerten, bekam der Dicke noch was zu essen. Viel wollte er allerdings nicht, denn er war hundemüde. Es dauerte nich lange und er schlief.

 

 

Zu unserem Hotel dauerte es nur 13 Minuten. Es war zwar noch nicht ganz 16 Uhr, sondern erst 15:30 Uhr. Dennoch versuchten wir unser Glück, ob wir bereits jetzt ein Zimmer bekommen. Ich schlich mich leise aus dem Auto und Marko fuhr ein paar Runden im Kreis, damit der Kleine nicht gleich wieder wach wird. Erfreulicherweise klappte alles und schwups hatte ich unsere Schlüssekarten in der Hand. Das ist ein riesiges Hotel mit 7 Häusern. Wir waren im Haus G, also dem Hintersten. Also einmal ringsrum gefahren und dann hieß es wieder einmal ausladen. Marko brachte alles nach oben, während ich bei Yannis blieb. Nachdem fast alles oben war, wollte ich mir das Zimmer auch mal anschauen und ferner noch für uns drei Strickjacken holen. Es wurde etwas windiger und wir sind definitiv noch unterwegs, wenn die Sonne untergegangen ist. In dieser Zeit ist Yannis wach geworden. Nun machte es sich bemerkbar, dass er nur ein kurzes Nickerchen gehalten hat. Er weinte am Anfang wohl nur. Kurz bevor ich wieder am Auto war, hatte er sich etwas beruhigt. Er war dennoch ganz schön maulig.

 

Trotzdem fuhren wir los Richtund Disney Springs. Vom Hotel war es eine circa 20 minütige Fahrt. Um die Laune von dem kleinen Mann wieder aufzubessern bot ich ihm Kekse an. Die verputzte er auch alle. Dort angekommen steurten wir ein riesiges Parkhaus an, das sogar kostenlos war. Wir schnappten uns den Buggy und los. Es reihte sich erst ein Restaurant nach dem anderen und dann folgte ein Souvenirladen von Disney nach dem anderen. Alles völlig überteuert und es war mega voll. Das machte keinen richtigen Spaß! Wenn dann wollten wir für den Kurzen was zum Anziehen kaufen. So richtig gefallen hat uns aber nix. Wir schlenderten in mehrere Geschäfte, doch der Funke wollte bei uns nicht so recht überspringen. Irgendwie hatten wir uns das hier anders, schöner vorgestellt. Naja; wir haben es unter "wir haben es halt mal gesehen" abgestempelt. Nun hatten wir aber Hunger. Und Yannis brauchte auch dringend was ordentliches zu Essen. Heute war ja bei ihm wirklich Sparflamme bis dahin. Wir liefen zum Auto zurück und fuhren wieder Richtung Hotel.

 

Glücklicherweise liegt unser Hotel am International Drive. Das ist eine sehr lebhafte Straße, wo sich ein Restaurant nach dem anderen reiht. Wir steuerten allerdings gleich mit das erste an, ein Dennys. Wir wurden nett empfangen und zu einem Tisch gebracht. Yannis bekam gleich Malstifte und eine Karte, die zum einen eine Kinderspeisekarte und zum anderen Bilder zum ausmalen enthielt. Mit Malen beschäftigte er sich mal wieder nicht wirklich lange. Danach wurde die Karte eher auseinander genommen. Doch vorher wurde sie von uns studiert. Bestellt haben wir für ihn Spaghetti mit Tomatensauce und zum Nachtisch Apfelscheiben.  Wir bestellten uns erst zwei Sprite. Jedoch habe ich mich anscheinend unklar ausgedrückt, so dass der Kellner uns 2 Sprite und eine kleine Sprite brachte. Die Kleine war dann auch noch mit Deckel und Strohhalm. Yannis sah das natürlich sofort und wollte es haben. Da ich jetzt nicht auch nocht mit Süßkram bei den Getränken anfangen wollte, lenkte ich den Kurzen ab und Marko trank den Becher fast komplett mit einmal aus. Lediglich ein ganz kleines bisschen ließ er drin. Wir schütteten sein Wasser dazu und dann durfte er aus dem Becher mit Strohalm trinken. Das fand er natürlich schau. Ach ja, Marko und ich bestellten uns jeweils ein Steak. Marko mit Pommes sowie Zuccini und ich mit Käse überträufelten Kartoffelbrei und Zuccini. Bis das Essen kam dauerte es etwas. Yannis wurde nun langsam echt ungeduldig. Man waren wir froh, als seine Spaghetti dann endlich kamen. Ich schnitt sie noch etwas klein. Yannis freute sich schon. Dieses Mal aß er wirklch gut und sogar richtig ordentlich, so dass wir alle Drei gleichzeitig futtern konnten. Als er die Nudeln nicht mehr wollte, legte er den Löffel auf den Teller und sagte "alle". Wir fragten ihn nochmal, ob er noch was möchte und boten ihm den Löffel noch einmal an. Aber er wackelte mit dem Kopf. Gut, dann zum Nachtisch. Die geschnittenen Apfelscheiben mümmelte er auch. Zwar nicht alle, aber dennoch glaube ich 4 oder 5 Stück. Als er wieder nix mehr wollte sagte er erneute "alle". Gut, dann haben der Papa und ich die restlichen Scheiben aufgegessen. Mittlerweile hatte er auch wieder richtig gute Laune. Ich glaube er hatte einfach nur Knast. Unser Essen war auch gut. Das Fleisch nicht überragend, aber dennoch gut.

 

Wir verließen das Restaurant gegen 20 Uhr und von Müdigkeit bei dem Dicken keine Spur. Er rannte wie ein Wirbelwind zum Auto. Auch auf der kurzen Fahrt zum Hotel brabbelte und brabbelte er. Auf dem Zimmer angekommen stand jedoch trotzdem gleich das Zubettgehen an. Heute machte der Papa alles. Er wickelte, zog ihn um und absolvierte fast das komplette Gute-Nacht-Programm. Nur das Sandmannlied sang ich ihm dann am Bett noch vor. Es dauerte nicht lange und er schlief. Da wir leider keine Terrasse oder Balkon hier haben, sitzen wir jetzt im Zimmer, wo auch der Kurze schläft. Alt werden wir heute denke ich mal aber auch nicht.

 

Morgen werden wir höchstwahrscheinlich zu SeaWorld gehen. Mal schauen....

 

Bis dahin...

 

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